"Poker lernen bei Moss" lautet die Devise.

Johnny Moss International war ein Pokerspieler, der mich jahrelang fasziniert hat. Seine Erfolge bestätigen abermals, dass Poker kein Glücksspiel ist.

Wenn eine Person, wie Johnny Moss International, in einem Spiel so konstant Erfolge feiern kann – und das über Jahre hinweg – kann man nicht von Glück sprechen. Dann ist es Talent!

Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich noch eine Sache anmerken: Ich unterschiede zwischen "Zocker" und "Theoretiker". Um zu verstehen, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, möchte ich Euch nun zu einem Spiel einladen – zu einem Spiel, das auf Münzwürfen basiert. Bereit?

Ich fordere Dich heraus also heraus, zehn Münzwürfe mit mir zu spielen. Du hast "Kopf" und ich habe "Zahl". Jeder Münzwurf ist einen Euro wert. Wenn du ein "Zocker" bist, nimmst du diese Herausforderung sofort an – schließlich hat keiner einen Vorteil. Der Erwartungswert ist +/- 0 Euro.

Ein Zocker liebt das Glücksspiel und die Aufregung. Ein "Theoretiker" würde diese Herausforderung nicht annehmen. Der Erwartungswert beträgt 0€ – für ihn stellt dieses Spiel also lediglich Zeitverschwendung dar.

Was ist aber, wenn ich die Regeln ändere? Was ist, wenn der "Theoretiker" plötzlich zwei Euro bekommt, wenn seine Seite (Kopf oder Zahl) fällt und ich lediglich einen Euro? Dann – und dafür lege ich meine Hand ins Feuer – wird der "Theoretiker" diese Herausforderung annehmen. Die Berechnung des Erwartungswertes sieht dann nämlich für den "Theoretiker" so aus:
(Chance, dass ich gewinne * Betrag, den ich gewinne) – (Chance, dass ich verliere * Betrag, den ich zahlen muss) = 0,5€
Der Erwartungswert ist also positiv.

Nun, liebe Leser, ratet mal: Ist ein Pokerspieler eher ein "Zocker", der nur die Aufregung sucht, oder ist ein Pokerspieler ein "Theoretiker", der bei jeder Hand den Erwartungswert berechnet? Genau! Der erfolgreiche Pokerspieler – wie z.B. Johnny Moss International ist ein Theoretiker, der die Wahrscheinlichkeiten immer im Blick hat und dementsprechend handelt.

Dies möchte ich Euch nun auch mithilfe eines konkreten Beispiels, also einer Situation am Pokertisch, klarmachen, die ich gestern erlebt habe:
Die beiden Karten, die ich auf der Hand hatte, waren beide von Herz.

Der "Flop", also die ersten drei Gemeinschaftskarten, haben zwei weitere Karten von Herz auf den Tisch gebracht. Somit fehlte mir noch ein weiteres Herz, um einen Flush, also fünf Karten derselben Art, zu bilden. Im Pot lagen bereits 14€. Mein Gegner, der zu diesem Zeitpunkt wohl eine bessere Hand hatte, setzte nun 4,50€. Lohnt es sich, diesen Betrag zu zahlen, um die nächste Gemeinschaftskarte, den "Turn", zu sehen?

Nun, dazu musste ich, als Theoretiker, eine Rechnung durchführen: Das Deck besteht aus 52 Karten. Fünf Karten sind bereits bekannt. Das heißt, von den noch verbleibenden 47 Karten müssen neun Karten der Farbe "Herz" im Deck sein. Also hilft mir ungefähr jede fünfte Karte – angesichts der Tatsache, dass noch zwei Gemeinschaftskarten aufgedeckt werden, mit "Turn" und "River", verdoppeln sich meine Chancen – auf rund 40% Siegchance. Zahlen muss ich nun 4,50€, um 18,40€ zu gewinnen.

Um hier mitzugehen, reicht bereits eine viel geringere Siegchance. Die Folge: Ein Spieler wie Moss International geht mit, weil der Erwartungswert positiv ist.

Man kann also jede Hand berechnen – und das sollte man auch machen, denn solange man nur Blätter, die einen positiven Erwartungswert aufweisen, spielt, gewinnt man langfristig!

Guten Morgen liebe Interessierte!

Heute möchte ich Euch von meiner großen Leidenschaft erzählen: dem Pokerspiel. Ich weiß, dass viele Menschen Poker als ein Glücksspiel ansehen und daher meine Leidenschaft nicht teilen. Selbst meine Freunde sind der Meinung, dass meine große Leidenschaft ein Glücksspiel ist.

Zu einer privaten Pokerrunde kommt es daher fast nie; somit bin ich auf das Internet angewiesen. Doch deshalb vergieße ich keine Träne – schließlich bietet das Spielen auf einer Online-Plattform zahlreiche Vorteile: So hat man immer die Möglichkeit, ob Tag oder Nacht, eine Runde zu spielen. Gegner findet man bei Moss International immer.

Außerdem werden online verschiedene Spielmöglichkeiten angeboten.

Es gibt die klassischen Turniere, die sich durch eine hohe Spielerzahl und einer langen Spieldauer auszeichnen. Dann gibt es die sogenannten "Sit&Go-Turniere". Dies ist zwar auch eine Turniervariante, aber die Spielerzahl ist begrenzt und zusätzlich steigen die Mindesteinsätze, die "Blinds", schneller; was dazu führt, dass das Turnier schneller beendet ist.

Diese beiden Spielmöglichkeiten bereiten mir zwar Spaß, aber ich bevorzuge dennoch das klassische "Cashgame". Dabei sucht man sich einfach einen freien Tisch, nimmt etwas Geld mit und schon kann man anfangen. Die Mindesteinsätze steigen dabei nicht. Ich bevorzuge diese Variante, weil man absolut frei ist.

Man kann sich an den Tisch setzen, wann man möchte und man kann den Tisch verlassen, wann man möchte. Turniere dagegen beginnen zu einem bestimmten Zeitpunkt – jeder, der dann nicht vor dem PC hockt, hat seine Anmeldungsgebühr für das Turnier umsonst gezahlt.

Zuletzt lief es beim "Cashgame" aus finanzieller Sicht so gut, dass meine Freunde beschlossen haben, dass Poker vielleicht doch kein reines Glücksspiel ist. Schließlich, so sagen sie, "kann keiner über einen so langen Zeitraum so viel Glück haben".

Dasselbe, was ich meinen Freunden erzählt habe, werde ich nun auch Euch erzählen … Die Geschichte von Moss International